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Anstatt der Süßspeisen bevorzugten es die Römer Obst zu verspeisen, aber aufgrund der verbreiteten Verfügbarkeit, wurde es hauptsächliche von den Reichen verzehrt. Das geschätzteste Produkt waren die Trauben, die frisch, mit Holunderbeerenkonserve oder getrocknet genossen wurden. Weitere in der Antike verzehrten Obstarten waren Zwetschgen, Äpfel, Kirschen, Wasser- und Honigmelonen, Birnen, Pfirsiche, aber einige Arten waren sehr teuer, da sie nach den Eroberungen im Orient importiert wurden. Unter diesen der Granatapfel beispielsweise, der aus Karthago, die Brombeere aus Persien, die Aprikosen aus Griechenland, die Kirschen aus Kleinasien, die Wasser- und Honigmelone von den Küsten Nordafrikas. Zu diesen Fruchtsorten kamen dann noch die wilden Sorten wie Walnüsse, Pistazien, Haselnüsse, Mandeln und Kastanien. Die letztgenannten wurden als ein wichtiges Lebensmittel vor allem in Zeiten von Hungersnöten gesehen. Einen besonderen Platz nahmen die Feigen ein: Die Römer waren gierig danach (die Pflanze wurde als heilig angesehen) und deren geringer Preis ermöglichte einen weitverbreiteten Konsum von Seiten aller Bevölkerungsschichten. Aus der Chronik der damaligen Zeit wissen wir, dass im Herbst, wenn die Frucht reifte, die Nahrungsration der Sklaven verringert wurde, damit diese die kalorienreichen Feigen verspeisen konnten: gemeinsam mit dem Brot stellten sie eine komplette Mahlzeit dar. Weiters wurden sie an der Sonne getrocknet und dann mit Honig und Pinienkerne verspeist.

 

Bezüglich der Feigen können die ersten sicheren Angaben bezüglich Ihres Anbaus in Kalabrien im Werk "Descrittione di tutta Italia" (Venezia 1550) von Leandro Alberti, Historiker aus Bologna, der von 1479 bis 1552 gelebt hat, gefunden werden.

Im Werk verweilt der Autor bei der Beschreibung der besuchten Orte, indem er von diesen, wenn auch nur oberflächlich, Beschreibungen der Landschaft und Hinweise bezüglich der Landanbauten, die am verbreitesten waren, gibt. Diesbezüglich schreibt der Autor "[in Kalabrien] erntet man weiters in großen Mengen Öl und andere Früchte, wie Zitronen, Orangen, Tomaten, Feigen und andere ähnliche Früchte".

Zu den am weitesten verbreitenden Fruchtsorten können wir die Datteln, die Mandeln (wurden in der Küche zum Füllen von Wild verwendet), die Walnüsse (zum Garnieren des Gemüse wie beispieslweise des Mangolds), die Haselnüsse, Pinienkerne und Sultaninen zählen.